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Erich Kästner Museumsfestival 2016

Hier gehts zur Festivalseite: www.ekm-festival.de

 

 

 

11.2.16: Kästner-International
23.2.16 Musikalisch-literarisches Programm: Thomas Kressmann und das "Mercurius-Duo"
23.2.16 Eröffnung der Kabinettausstellung "Erich Kästner und der heilige Hieronymus"
24.2.16 "Kulturnation und Nationalkultur": Friedrich Dieckmann
25.2.16 Bildvortrag: Literatur als Architekturbarometer
25.2.16 Bildvortrag (2)

 

Rückblick auf das 13. Erich Kästner Museumsfestival
„Erich Kästner und der heilige Hieronymus“
11. – 25. Februar 2016

 

Dieses Jahr fand im Zuge des 117. Geburtstags Erich Kästners das 13. Erich Kästner Museumsfestival statt. Die erste Prologveranstaltung am Abend des 11. Februar brachte Geflüchtete und Dresdner in der Villa Augustin zusammen. Unter dem Motto „Kästner-International“ wurden Texte von Kästner auf Arabisch, Englisch, Deutsch, Farsi und Türkisch vorgelesen und eigene kleine Geschichten erzählt. Als #WOD-Folgeveranstaltung des „Meet new friends – Begegnungsfest für Refugees und Leute von hier“ fand ein Get together kulturell interessierter Menschen in einem offenen Rahmen statt.

 

Die zweite Prologveranstaltung am 12. Februar stand im Zeichen des Jahrestages der Zerstörung der Stadt Dresden im Februar 1945. Im Haus 1 der Messe Dresden konnten Besucher die Gedenkwand „Slaughterhouse Five“, eine multimediale Literatur- und Lichtskulptur Ruairí O’Briens, kennenlernen und erfuhren in seiner Führung mehr über den Originalschauplatz von Kurt Vonneguts gleichnamigem berühmtem Anti-Kriegsroman. Ein anschließendes Gespräch mit dem Künstler vermittelte den Interessierten Details über die Metamorphose der Stadt Dresden nach 1945.

 

Am 23. Februar feierten wir den 117. Geburtstag Erich Kästners mit einem spritzigen musikalisch-literarischen Programm. Der Schauspieler Thomas Kressmann und das „Mercurius-Duo“ (Christoph Geibel an der Violine und Alexander Köhler am Piano) ließen in ihrem Programm „Der tägliche Kram“ Erich Kästner in vielen Facetten – charmant, nachdenklich, ermahnend und erheiternd - zu Wort kommen und sorgten für einen inspirierenden Abend. Im Anschluss öffneten wir für die Besucher die Türen zu unserer neuen Kabinettausstellung „Erich Kästner und der heilige Hieronymus“. Das Gemälde „Der heilige Hieronymus im Gehäus“ des Renaissancekünstlers Antonello da Messina war für Ruairí O’Brien eine der Inspirationen für das architektonische Konzept des Erich Kästner Museums. Die Ausstellung beleuchtet den ideengeschichtlichen Leitfaden, der den gelehrten Kirchenvater aus der Antike über die Renaissance und die Aufklärung mit Erich Kästner und mit unserem speziellen Mikromuseumskonzept verbindet. Dieser Leitfaden ist das HUMANITAS-Konzept, das in der römischen Antike seinen Anfang genommen hat und bis heute – trotz aller Irrwege - prägend ist für die Weltgesellschaft. Nicht zuletzt ergeben sich daraus wichtige Fragestellungen für das aktuelle Zeitgeschehen, auch im Hinblick auf Migration und Nationalkultur.

 

Das vielseitige und spannende Thema Nationalkultur griff der renommierte Autor Friedrich Dieckmann in seiner Lesung am 24. Februar unter dem Titel „Kulturnation und Nationalkultur – von alten und neuen Herausforderungen“ auf. Er präsentierte Auszüge aus seinem noch unveröffentlichten Essay und bot einen Deutungsversuch über deutsche Selbstbestimmung in der Krise unter der Frage „Gibt es in der globalisierten Welt noch eine Nationalkultur?“. Die anschließende Diskussion, moderiert von Hans-Peter Lühr, bot den Besuchern die Möglichkeit, sich kontrovers mit diesem Thema auseinanderzusetzen.

 

Das Museumsfestival wurde ganz im Zeichen Erich Kästners am 25. Februar abgerundet mit einem Bildvortrag des Museumsarchitekten Ruairí O’Brien. Unter dem Titel „Als ich ein kleiner Junge war – Kästners Stadt vor 1945. Literatur als Architekturbarometer der Zeit“ zeigte O’Brien eindrucksvoll, wie sich die Stadt Dresden zu Lebzeiten Erich Kästners, auch anhand seiner Kindheitserinnerungen, präsentierte. Er setzte sich kritisch mit der Erinnerungskultur und dem bürgerschaftlichen Engagement für ein weltoffenes, nachhaltiges Denken auseinander und stellte dabei stets die ideellen Verbindungen zu Kästner und dessen Vorstellungen her. Die Besucher erhielten vielseitige Impulse für ihre persönliche Auseinandersetzung mit diesen zeitgenössischen Themen.

Julia Abram

 

 

Überblick über vergangene Festivals

2004   Perfektion / Imperfektion

2005   Zeitmaschine

2006   Trojanisches Pferd

2007   Konstruktion

2008   Globalität

2009   Mobilität

2010   Generationen

2011   Schatzkiste

2012   Gegensatz und Widerspruch

2013   Von Baske bis Zylinder

2014   Lebenszyklen - Vom Gehen und Bleiben

2015   Aufbruch. Neue Räume - Neue Wege

2016   Erich Kästner und der heilige Hieronymus

 

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